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Re: Gleichgeschlechtliches Tanzen
Autor: interessant (84.20.176.---)
Datum: 26. Januar 2011 10:53

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es geht nicht um hip in oder cool zu sein sondern dass sich NIEMAND wegen seiner sexuellen orientierung entschuldigen muss! - so lange sie legal ist winking smiley
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Interessantes Zitat.

Das Problem dran: Die Rechtslage welches Landes und welcher Zeit nimmst du her?
Denn Homosexualität ist in vielen Ländern auch heute noch verboten, und früher ist man fast überall dafür bestraft worden.

Hat sich deswegen die Ethik verändert. War es damals ethisch nicht korrekt, weil es gegen das Gesetz war, aber heute ist es das? Hängt die Ethik also mit dem Gesetz zusammen?

Handelt ein Homosexualler, der in ein Land auf Urlaub reist, in dem Homosexualität nach wie vor unter Strafe steht, während der Dauer seines Urlaubes also unethisch, und wenn er zurück in Österreich ist, ist alles wieder ethisch korrekt? Obwohl er ja nichts anders gemacht hat?

Interessante Ansicht, darüber zu diskutieren würde wohl jeden Philosophen freuen... cool smiley


Re: Gleichgeschlechtliches Tanzen
Autor: heterophiloph (80.120.179.---)
Datum: 26. Januar 2011 11:18

@def: danke für den homophobie-vorwurf - stimmt leider nicht; einige meiner trainer waren/sind homosexuell; ich hatte kein problem, mit diesen viele privatstunden am parkett (und außerhalb) zu verbringen; zu meinen wirklichen freunden zähle ich bekennende homosexuelle...das nur nebenbei

wie auch immer, das thema (auch "klischee") bzw. die charakteristisk der tänze beim "klassischen" paar-turniertanz (und somit auch bei Dancing-Stars) ist wohl immer noch mann-frau geprägt/ausgerichtet und das ist auch für - denke ich mal - die meisten tänzer/innen auch in ordnung und soll so bleiben - und eben nicht mann/mann oder frau/frau oder equalityA/equalityB ... da hast wohl, lieber DEF, den PAARTANZ als "klassischen Turniertanz" nicht verstanden - oder?

@ orf: die wievielte dancing stars staffel ist das jetzt? 6, 7 oder 8? schaut sich das wirklich noch jemand bis zum finale an? wenn ich lese, dass es ohnehin nur den tanzschulen hilft und nicht den tänzern, dann geht es ja wohl nur um einschaltquoten.....
Naja, ob jetzt die Tanzschulen vermehrt Equality-Kurse anbieten werden????? Gut, es zieht ohnehin mehr Frauen in Tanzkurse als Männer, mal sehen, wie es sich entwickelt...

österreichs b- und c-promis werden aus verstaubten schubladen hervorgezaubert, um wieder für ein paar wochen in den medien präsent zu sein... haider hat wohl aufführungspause bei seinen käfigen voller narren bzw seinen sonstigen musicals und muss/will im gespräch bleiben.....und der orf spielt brav mit bzw forciert das ganze mit meinen gis-gebühren...schlussendlich geht es (dem ORF) nur um die unterhaltung und um sonst nichts

und ich bleibe dabei: der niedergang unserer kultur ist bereits weit fortgeschritten und ich muss mich in ein paar jahren wohl dafür rechtfertigen, hetero zu sein

@... :mit "schwulem" touch meinte ich genau das, was du schreibst; jungs, die tanzen wollen haben es leider nicht leicht (je früher sie damit anfangen, desto schwieriger ist es für sie) - so richtig durchdacht war das nicht vom ORF

naja, wenigstens gibts aus der forum-gemeinde ein paar reaktionen - obwohl ich langsam glaube, der einzige mit veralteten und UNaufgeschlossenen ansichten zu sein

ich würde aber auch wetten, dass es die paarung HAIDER/??? bis ins finale schafft, nur um die quoten zu retten, auch wenn der ORF dafür (wie auch bei den vorangegangenen staffeln) die zuschauervotings türken muss...

haben die männlichen profis bzw die amateure (die wohl jetzt eine ausnahme vom ötsv brauchen - drücken wir mal ein auge zu) der jetzigen staffel gewusst, dass sie möglicherweise einen mann zugelost bekommen? super, ich komm ins fernsehen aber tanze als mann mit einem mann - dann schon lieber die schlanke lichter, die eh´ alles kann, oder die jazz gitti

_(blink) - hui, jetzt wirds wieder lustig zugehen







Re: Gleichgeschlechtliches Tanzen
Autor: neugierig (212.186.43.---)
Datum: 26. Januar 2011 13:26

Hi! Kann mir jemand erklären, warum jetzt Amateure des ÖTSV, unter anderen der AKTIVENSPRECHER in "Dancing Stars" mitmachen (können/dürfen)??? Schließlich treten sie dort als PROFIS auf!
Ich denke, ohne Ausbildung darf man niemendem Unterricht erteilen?

Re: Gleichgeschlechtliches Tanzen
Autor: Auf den Punkt gebracht (81.223.8.---)
Datum: 26. Januar 2011 13:48

... schrieb:
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> Und genau da sehe ich das Problem!
> Es ist jetzt schon schwierig genug, Jungs zum
> Tanzen zu bringen da man ja sofort als "schwul"
> angesehen und meistens deswegen auch verar****
> wird.
> Wenn dies jetzt auch noch im Fernsehen verbreitet
> wird..na bravo!..dann bekommt der Tanzsport
> wahrscheinlich noch weniger Nachwuchsherren, als
> das momentan schon der Fall ist!
> Toll gemacht, lieber ORF!

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Dieser Meinung kann ich mich nur vollinhaltlich anschließen.
Hier wird aus reiner Quotengeilheit viel zerstört.
Ich habe wirklich absolut nichts gegen Homosexuelle.
aber wie weit soll die Gleichberechtigung gehen?
Adoptieren von Kleinkindern?
Tanzen vor einem Millionenpuplikum?
Wie vorher schon erwähnt:
Dekadenz zerstört sogar Kulturen - in diesem Fall wird vorerst einmal nur der Tanzsport in Mitleidenschaft gezogen.
....und dafür zahlen wir noch eine Rundfunk-Zwangsgebühr SUPER ORF EINS !!!

Re: Gleichgeschlechtliches Tanzen
Autor: zzz (193.186.5.---)
Datum: 27. Januar 2011 07:26

Komisch: In Österreich ist ein Problem, was in Deutschland schon normal ist: Der deutsche gleichgeschlechtliche Tanzsportverband ist ordentliches Mitglied im Deutschen Tanzsportverband (DTV).
Und jeder Tänzer, der mit einem männlichen Trainer trainiert, wird schon mal mit einem Mann getanzt haben. Und ich denke nicht, dass es ihm geschadet hat oder dass er sich in seiner "Männlichkeit" bedroht gefühlt hat.
Übrigens: Im Tango Argentino tanzten am Anfang Männer miteinander, da es als obszön galt, so eng mit einer Frau zu tanzen. Überhaupt waren unsere Gesellschaftstänze (v.a. eben der Tango, aber auch der WW) lange Zeit vom Papst (und der Regierung) verboten, weil sich Mann und Frau öffentlich berühren. Ich kann mir gut vorstellen, dass zu jener Zeit, dieselben Argumente gegen das enge Tanzen von Mann und Frau kamen, wie jetzt, wo es um Mann mit Mann geht: "Zerstört unsere Kultur", "Untergang des Abendlandes", "wohin soll das noch führen", ... Und was ist passiert? Nichts! Die Welt steht noch immer! Es wird sogar im Fernsehen gezeigt, wie Männer und Frauen engstens miteinander tanzen, die sich sogar vorher nicht gekannt haben! ;-) Man sollte also vrosichtig sein "unsere Kultur" als Maßstab heranzuziehen. Kultur hat sich zum Glück immer verändert, sonst gäbe es keine Entwicklung, sondern Stillstand.

(Übrigens kamen dieselben Argumente auch, als es um das Wahlrecht und die Gleichberechtigung der Frauen ging. Man sprach ihnen die Intelligenz ab, wählen zu können oder fragte "Wie weit soll denn Gleichberechtigung noch eghen? Zitat: "Wir erblicken in der Beteiligung der Frau in Partei und Politik eine Gefahr für unsere Familien und für die Einigkeit der Frauen unter sich, die sich besonders in der sehr kritischen Zeit des Überganges vom Krieg zum Frieden ungünstig auswirken könnte." Heute können wir zum Glück darüber lächeln, und keiner will den Frauen das Wahlrecht absprechen und kein Mann käme auf die Idee zu argumentieren: "Muss ich mich jetzt schon dafür entschuldigen ein Mann zu sein" oder "Muss ich mich jetzt zur Frau operieren lassen?"
Ist doch interessant, wie sich Argumente ähnlich sind).

Für die, die es nicht wissen: In Wien werden schon lange Pflegekinder auch an gleichgeschlechtliche Paare vergeben. Nach strenger Prüfung, genauso wie bei den Heteropaaren auch. Und es hat KEINE Auswirkung auf die Kinder! Sie fühlen sich wohl und sind glücklich.


Re: Gleichgeschlechtliches Tanzen
Autor: heterophilosph (80.120.179.---)
Datum: 27. Januar 2011 16:07

Sachen zum Lachen (oder nur zum Nachdenken):

@zzz: bin ich nur mehr "normal", wenn ich ab jetzt in einem gleichgeschlechtlichen tanzsportverband antreten würd?
wie bereits erwähnt, hatte ich lange jahre u.a. einen homosexuellen trainer und habe/hatte kein problem damit - im gegenteil, es war immer lustig, angenehm, was auch immer...bin aber trotzdem hetero geblieben

ich wiederhole mich, wenn ich schreibe, dass das "klassische (turnier)tanzen" durch die charakteristik (ja, auch: das klischee) zwischen MANN und FRAU gekennzeichnet/geprägt ist (sein sollte) und nicht durch mann/mann oder frau/frau oder equalA/equalB.; somit gilt das meiner meinung nach auch für die UNTERHALTUNGSSENDUNG (den noch-quotenhit) "dancing stars". wenn dann will ich ja die verbindung zw. Frau und Mann sehen (auch als unterhaltungsshow) und nicht eine asexuelle, androgyne, weder weiblich noch männlich zu definierende verbindung zweier menschen (weil ja immer abwechselnd der/die eine oder andere führt bzw folgt)! oder wollt´s das für die zukunft auch ändern? Darf das "alte" dann noch bestehen bleiben?

Vollkommenen aus der luft gegriffen ist, die errungenschaft des wahlrechts für frauen da als beispiel heranzuziehen - hat aber schon überhaupt nix mit dem thema zu tun. Nebenbei - auch als Hetero-Mann - gesagt, kam diese eigentlich als selbstverständlich zu bezeichnende errungenschaft eh´ viel zu spät, auch die - wenn wir schon dabei sind - "erfindung der pille", usw,. usw.

Tango argentino (frau tanzt mit mann) war obszön? um gottes willen, wie hat sich denn die menschheit (vor allem die südamerikanischen/argentinischen machos, die die frauen sicher hochgehalten, bewundert und verehrt haben und erobern wollten - auch wenn sie vielleicht davor mit männern getanzt haben) bisher fortgepflanzt? also ich weiss nicht, was das für hinkende vergleiche sein sollen...

Die (katholische) kirche ins spiel zu bringen ist ja wohl der nächste unsinn - dann wäre die menschheit wohl nicht auf die jetzige einwohnerzahl (wieviel milliarden leben am blauen planeten?) gekommen, wenn sich alle streng an die kirchenregeln gehalten hätten???

Natürlich soll/muss sich die gesellschaft weiterentwickeln und nicht stillstehen - ABER (wenn "zzz" das schon ins spiel bringt) wächst ein kind bei einem gleichgeschlechtlichen (egal ob frau/frau oder mann/mann) paar WIRKLICH GLEICH auf, wie bei einem DERZEIT noch als "normal" zu bezeichnenden Hetero-Paar? Aber sicher nicht! Objektiv gesehen aber schon 100% sicher nicht! Nur kennen diese Kinder dann nichts anderes ("normales", heteromäßiges). Deswegen ist es für diese kinder dann auch selbstverständlich, gleichgeschlechtliche Eltern zu haben. - -- Geh, bitte: Schreibts doch nit so an unsinn.
Meine Eltern sind Mama und Mama oder: Papa und Papa oder: Equality und Equality. Wie verhalten sich gleichgeschlechtliche Eltern rollenmäßig denn gegenüber den Kindern? Oh, sorry, es gibt die klassische Rollenverteilung dann eh nicht mehr. Jede/r ist dann eh beides (mama und papa) --- Ja! Da tue ich Kindern wirklich etwas ganz, ganz, gaaaanz Gutes! -
Ich werde jetzt sicherlich in der Luft zerrissen für solche altmodischen statements...da ziehe ich ALLEINERZIEHENDE Mütter oder Väter aber 100mal vor!
Persönlich mag ich den Lauda zwar nicht; aber mit einigen seiner statements (nicht diese gegen schwule/lesben) hat niki-nazionale doch recht.

Es geht auch nicht darum, sich entschuldigen zu müssen, ein mann zu sein oder sich umoperieren zu lassen? Das habe ich ja nie geschrieben! Lies, zzz, genauer und dann erst schreib was oder lass es.
Ich bin gern ein ......(hier kann jede/r alles einsetzen) MANN; und ich glaube, die allermeisten frauen sind froh, frau zu sein.
Es geht um die Beziehung MANN zu FRAU oder um es politisch korrekt darzustellen FRAU zu MANN beim Tanzsport.

Wobei- eigentlich ist es eh´ wurscht/egal/plunzn, was hier gepostet wird; wir sind tatsächlich faul, fett, vor allem dekadent, emotionslos, träge, uninteressiert geworden und können uns wohl nur mehr bei/mit bestimmten ultrageilen "kicks" für kurze zeit wieder selbst beleben bzw aus unserer lethargie erheben, um dann sogleich wieder in diese zurückzuverfallen ...

@John: Watson/Carmen, von denen jeder weiss, dass er sich nichts aus frauen macht, haben ihr Paket "Tanzen" immer als Spiel zwischen MANN und FRAU verkauft bzw getanzt - da war kein gleichgeschlechtlicher aspekt dabei - also ebenfalls ein null-argument. Auch Galke/Schreiber und wie sie alle sonst noch heissen mögen, verstanden Tanzen als MANN/FRAU - Beziehung und stellten es trotz seiner sexuellen ausrichtung (zu Mr. Watson) auch so und nicht anders dar. Das will zB ich sehen beim (klassischen) tuniertanzen.

Interessant wäre aber, wenn "orf dancing stars" NUR gleichgeschlechtliche paare antreten ließe, wie hoch denn dann die einschaltquote wäre? Wäre es dann ein "Randgruppenquotenhit". Eine "Nullnummer"? Oder der Renner schlechthin?
Ein neues ORF Vorreiter-Format: "Dancing dykes versus dancing gays" (sollte ich mir rasch patentieren lassen) - da traut sich der Wrabetz sicher nicht drüber smiling smiley

Wie auch immer wird die paarung HAIDER/??? ins finale geschoben - oh verzeihung - gevotet werden, weil genügend leute - vor allem auch hier in diesem forum - so etwas "interessant" finden.
Und wenns doch nix wird mit´m finale, wird HAIDER sofort seine übliche beleidigte leberwurst show abziehen, dass österreich und die menschen noch nicht so weit bzw. so aufgeschlossen sind, um das zu unterstützen bzw. sehen zu wollen- (obwohl sie gerne in seine musicals/shows kommen...) - hätt er halt wieder den moderator gemacht ...

Alle, die hier so liberal und aufgeschlossen posten, würden sicher sofort - wenn sie überhaupt tanzen als sport betreiben (und nicht nur provozierende statements von sich geben) zu einem gleichgeschlechtlichen partener wechseln? jajaja, glaube ich erst dann, wenn es morgen im ötsv mehr gleichgeschlechtliche als hetero-paare gibt. der ötsv wird ja dann auch wie der dtv "nachziehen" und einen teilverband gleichgeschlechtlicher tanzpaare gründen.

Ja, die welt steht noch immer, und wird sie auch noch in zig (tausend/millionen) jahren tun - die gesellschaft bzw kultur wird und soll sich verändern - nur wohin, ist die frage...






Re: Gleichgeschlechtliches Tanzen
Autor: HomoTanz (81.223.8.---)
Datum: 28. Januar 2011 07:58

zzz schrieb:

> Für die, die es nicht wissen: In Wien werden schon
> lange Pflegekinder auch an gleichgeschlechtliche
> Paare vergeben. Nach strenger Prüfung, genauso wie
> bei den Heteropaaren auch. Und es hat KEINE
> Auswirkung auf die Kinder! Sie fühlen sich wohl
> und sind glücklich.

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Ich bewundere dich, daß du dich so in den Gemütszustands eines Kindes versetzen kannst.
Ich kenne nämlich genau das Gegenteil.
Die Gott sei Dank wenigen Kinder, welche dermaßen zwangsbeglückt wurden, werden bereits ab der Volksschule gehänselt.
Hier kommt jetzt eine neue Variante dazu:
"Haben sich dein PAPA und dein PAPA beim Tanzen kennengelernt ? hihihi
Ja, genau - Das macht das Kind richtig glücklich und es fühlt sich wohl.



Re: Gleichgeschlechtliches Tanzen
Autor: zzz (193.186.5.---)
Datum: 28. Januar 2011 08:02

Noch was:

Auch beim urösterreichischen Schuhplattler tanzen Männer miteinander! Heben sich z.T. gegenseitig in die Höhe (Körperkontakt!) und klopfen sich sogar gegenseitig auf den Hintern!!

;-)

Sachen zum Nachdenken:

Als homosexueller Mann bzw. Frau muss man sich in unserer Gesellschaft ständig entschuldigen, ständig fürchten deswegen seinen Job zu verlieren, z.T. sogar fürchten verprügelt zu werden oder zumindest blöde Kommentare zu erhalten (und vor nicht allzulanger Zeit in der österreichischen Geschichte, wurden sie in Gaskammern umgebracht). Hommosexuell LIEBENDE Menschen möchten nichts anderes, als so behandelt werden, wie jeder heterosexuelle Mensch (wie es auch lt. Menschrechtskonvention vorgeschrieben ist). Warum werden homosexuelle Pärchen in Österreich blöd auf der Strasse angeschaut oder beschimpft, wenn sie z.B. händchenhaltend durch die Straßen gehen! Man kann sich nicht aussuchen, ob man Homo- oder Heterosexuell ist. Das ist mittlerweile wissenschaftlich bewiesen. (Ich kann mir auch nicht aussuchen, ob ich als Mann oder Frau geboren werde, trotzdem wurden/werden Frauen diskriminiert und sind (sexuellen) Übergriffen ausgesetzt, weil sie eben eine Frau sind!)
Homosexuell liebende Menschen möchten nichts anderes, als mit dem Partner (mit dem sie vielleicht schon 5, 10 oder mehr Jahre zusammen sind), ein ganz normales Leben führen. Dazu gehört z.b. auch Tanzen miteinander. Da der ORF auch durch die Gebühren von homosexuellen Menschen bezahlt wird, haben sie genauso ein Recht darauf, sich im normalen Programm wiederzufinden.
Und ich würde wetten, dass der Aufschrei und der Protest nur halb so groß wäre (wenn überhaupt), wenn zwei Frauen bei Dancing Stars miteinander tanzen würden. Komisches Österreich.

Re: Gleichgeschlechtliches Tanzen
Autor: zustimmung (84.20.164.---)
Datum: 28. Januar 2011 09:18

@heterophilosph:
schönes posting.

das einzige, was ich dem noch hinzufügen kann, ist:

gleichgeschlechtlicher tanzsport ist eine eigene disziplin, es gibt kein turnier (von schülern breitensport einmal abgesehen - kann man aber mMn nicht vergleichen, weil da dieses spiel zw mann und frau einfach noch nicht existieren _kann_), in dem gleichgeschlechtliche paare gegen "konventionelle" paare tanzen.

mMn ist es deswegen auch eine vollkommen hirnrissige idee, ein gleichgeschlechtliches paar gegen die anderen antreten zu lassen.
von mir aus kann man gern eine eigene dancing stars staffel machen mit nur gleichgeschlechtlichen paaren (die ich halt sicher nicht anschauen würde), oder man lässt es ganz.

der idsf und auch die ganzen nationalen tanzsportverbände wissen schon, warum sie den equality tanzsport als eigenständige disziplin verstehen.

weil - es tut mir leid - gleichgeschlechtliche paare mit konventionellen zu vergleichen ist, als würde man äpfel mit birnen vergleichen.

mag sein, dass zwei männer/frauen eine rumba mit ebenso viel romantik (oder was auch immer) tanzen können wie mann und frau, aber bei einem großteil der bevölkerung wird das nun einmal nicht so ankommen (weil der großteil der bevölkerung ist nun mal heterosexuell...) wertungsrichter eingeschlossen, dh man braucht schon eigene wertungsrichter, die genau das auch sehen und bewerten können.

ich würde es mir nie zutrauen, ein gleichgeschlechtliches paar mit einem anderen zu vergleichen, ich könnte das nie, das bild des gleichgeschlechtlichen paares würde für mich immer _falsch_ aussehen - ohne dass es das sein muss. und ich denke, es wird einigen anderen auch so gehen...

also: von mir aus gern eigene turniere (oder in dem fall auch orf shows) für gleichgeschlechtliche paare, denn so ist das gedacht und auch nur so lässt sich das in einer fairen weise umsetzen (weil wer von uns glaubt ernsthaft, dass in diesem fall die tänzerische leistung bewertet wird? O_o ).

gleichgeschlechtliche paare bei dancing stars sind auf jeden fall keine werbung, wie sich ein tanzsportverband sie wünschen würde... man kriegt schon so genügend wenige jugendliche (vor allem jungs) zum tanzen, wenn man das dann auch noch wirklich als "schwul" darstellt (und mal ganz ehrlich - wie wirkt das auf einen außenstehenden durchschnittsjugendlichen???) - man kann sich vorstellen, wie gern solche leute freiwillig in die tanzschule gehen werden....

Re: Gleichgeschlechtliches Tanzen
Autor: akt (86.56.142.---)
Datum: 28. Januar 2011 12:57

@neugierig: amateure bei dancing stars - die sache wird wohl eher als show, also als schautanzen gesehen werden müssen. Insofern kein problem.
Problematisch wird es allerdings, wenn dancing stars als sogenannte Pro/Am Veranstaltung gesehen wird - dann wärs für ÖTSV-Tänzer verboten.

Re: Gleichgeschlechtliches Tanzen
Autor: zzz (193.186.5.---)
Datum: 28. Januar 2011 13:45

Ihr meint aber wohl doch nicht allen Ernstes, dass Dancing Stars ein TURNIER ist?!?!?!? Das ist eine Show (produziert von der UNTERHALTUNGSBTEILUNG des ORF - Tanzübertragungen werden von der SPORTabteilung produziert). Ein Harald Serafin, Klaus Eberhartinger, Dagmar Koller usw. sind ja meines Wissen auch keine ausgebildeten Wertungsrichter, oder? (Soviel ich weiß, auch Herr Ellmayer nicht). Auch die über 1 Million Zuseher kann man ja wohl kaum aus Wertungsrichter im Sinne eines Tanzsportes bezeichnen.
Es hat auch scheinbar bisher keiner ein Problem damit gesehen, dass Standardtänze mit Lateintänzen verglichen wurden!! Und jetzt werden halt gleichgeschlechtliche Paare mit verschiedengeschlechtlichen in einer Sendung tanzen (womöglich auch noch ein Paar in Standard das andere Latein) und dann wird abgestimmt, wer war lustiger, sympathischer, usw. aber sicher nicht von Wertungsrichtern über deren Tanzkönnen.

Und eigentlich gehts in dieser Sendung nicht um Homosexualität oder Heterosexualität, sondern alleine darum, dass zwei Menschen eine Show (!!!!) tanzen!


Re: Gleichgeschlechtliches Tanzen
Autor: neugierig (212.186.43.---)
Datum: 28. Januar 2011 21:08


Natürlich geht es nicht um ein Turnier, sondern um eine Show!!
Dennoch: Ein ÖTSV-Tänzer ohne Ausbildung darf keinen Unterricht geben, das tun sie dann aber - oder gibts im Hintergrund einen "Wunderwuzzi", der das bei allen Paaren macht?

Re: Gleichgeschlechtliches Tanzen
Autor: chreograf (90.146.160.---)
Datum: 28. Januar 2011 21:34

Dachte immer da gibts einen ORF Choreografen?

Re: Gleichgeschlechtliches Tanzen
Autor: daweissichwas (88.116.245.---)
Datum: 28. Januar 2011 22:33

kein Wunderwuzzi, aber Stiglitz und auch Amateure wie Niesner und Slon

Re: Gleichgeschlechtliches Tanzen
Autor: freedancer (85.124.211.---)
Datum: 29. Januar 2011 00:44

Thema Gleichgeschlechtliches Paar:
Ich kann mich nur einigen Vorredner anschließen:
Es wurden immer schon Äpfel mit Birnen verglichen und jetzt kommen halt noch Zwetschken dazu.
Das ist eine Show und kein Turnier.
Wer bis jetzt noch nicht verstanden hat, dem kann eh nicht geholfen werden.
Schlußendlich könnten, wenn überhaupt, nur die Tanzschulen dadurch verlieren.
Denn nur die haben dadurch gewonnen.
Der Turniersport hat nur in sehr minimalem Umfang davon profitiert,
weil die meisten Vereine leider zu dumm sind wirtschaftlich professionell zu arbeiten. Aber das gehört wieder in ein anderes Forum.

Thema Amateure:
9 von 12 sind echte Profis oder zumindest keine aktiven Amateure des ÖTSV
Bei diesen ist es also vollkommen wurscht.
Einer hat eine entsprechende Ausbildung und darf ganz offiziell unterrichten.
Nur von zweien weiß ich nicht ob sie zumindest eine diesbezügliche Ausbildung haben.
Aber insgesamt ist das auch ganz egal, ob eine Ausbildung da ist oder nicht.
Denn:
Diese 12 Personen tanzen mit jeweils einer anderen Person eine Show.
Für eine Show bereitet man sich professionell vor.
Das heißt man TRAINIERT miteinander.
Dass bei diesem TRAINING möglicherweise mehr Informationen in eine Richtung fliesen als in die andere, ist durchaus normal. Wobei ich mir sicher bin, dass auch die "Profis" viele gute Informationen von den Promis erhalten werden.

Und mal ganz ehrlich:
So viel Unterschied zum Training eines Turnierpaares ist da dann auch wieder nicht. Es gibt genug Herren (ohne Ausbildung und langjährige Erfahrung), die der Meinung sind, ihre Damen unterrichten zu müssen.
Oder sollten jetzt alle diese Paare vom ÖTSV gesperrt werden?


freedancer

Re: Gleichgeschlechtliches Tanzen
Autor: ... (91.128.233.---)
Datum: 29. Januar 2011 20:33

freedancer schrieb:

> Und mal ganz ehrlich:
> So viel Unterschied zum Training eines
> Turnierpaares ist da dann auch wieder nicht. Es
> gibt genug Herren (ohne Ausbildung und langjährige
> Erfahrung), die der Meinung sind, ihre Damen
> unterrichten zu müssen.
> Oder sollten jetzt alle diese Paare vom ÖTSV
> gesperrt werden?

Und die Dame des Tanzpaares bezahlt ihren Herren für die Informationen, welche sie von ihm bekommt, oder wie? grinning smiley
Es ist doch bitteschön etwas anderes, wenn man den Tanzpartner (mit dem man ja schließlich auf Turnieren erfolgreich sein will) einige Informationen gibt.
Für den Unterricht an sich gibt's dann die jeweiligen Trainer, die für ihre Informationen bezahlt werden.
Und die Dancing Stars-Amateure bekommen mit Sicherheit auch einiges bezahlt. winking smiley
Also greift der Vergleich mit einem "normalen" Tanzpaar meiner Meinung nach nicht so wirklich.
Es ist nämlich so, dass Amateuren in Österreich nicht erlaubt ist, Geld mit ihrem Tanzen zu verdienen. (außer sie haben eben eine entsprechende Ausbildung)
Sogar Shows gegen Geld zu tanzen ist eigentlich nicht wirklich erlaubt..

Und bzgl. vom ÖTSV gesperrt werden..
Die Möglichkeit der Sperre steht meines Wissens nach nicht zur Verfügung.
Die Paare können vom ÖTSV als Mitglied ausgeschlossen, nicht aber auf (un)bestimme Zeit gesperrt werden.



Re: Gleichgeschlechtliches Tanzen
Autor: daweissichwas (88.116.245.---)
Datum: 29. Januar 2011 22:26

an : Soll der Verband jetzt ALLE Amateure, die Stunden gegen Bezahlung geben und keine Ausbildung haben ausschliessen oder nur die, die bei Dancing Stars mitmachen ?!

Re: Gleichgeschlechtliches Tanzen
Autor: ... (91.128.233.---)
Datum: 30. Januar 2011 13:11

Der ÖTSV weiß sowieso, dass der Großteil der Amateure auch ohne Ausbildung anderen Paaren Stunden gibt.
Da müsste dann im Prinzip der ganze Hauptkader ausgeschlossen werden, und das wird der ÖTSV vermutlich nicht tun, da er sich nur selbst damit schadet.
Allerdings geschieht das Stunden-Geben dieser Paare mehr oder weniger "geheim", wohingegen die Amateure bei Dancing Stars dies "öffentlich" ausüben.
Wie sich der ÖTSV entscheidet, wird dann vermutlich eh auf der Homepage veröffentlicht werden; dann wissen wir mehr..

Re: Gleichgeschlechtliches Tanzen
Autor: freedancer (85.124.211.---)
Datum: 30. Januar 2011 15:53

@...
1) Wenn Du etwas "globaler" denken würdest, hättest Du mein Statement vermutlich verstanden.
2) Amateure dürfen sehr wohl durch Tanzen Geld verdienen. Sonst dürften sie ja z.B. keine Preisgelder bei Turnieren annehmen. Aber auch durch Shows dürfen sie Geld verdienen. Es muß nur wieder ins Tanzen fließen. Aber das ist ja bei einem Tänzer das geringste Problem.

freedancer

Re: Gleichgeschlechtliches Tanzen
Autor: Div. (85.126.33.---)
Datum: 03. Februar 2011 13:54

Ad. Amateure unterrichten:
soweit ich weiß, ist einem Nicht-Profi das Geben einer unentgeltlichen "Trainigshilfe" erlaubt. Vielleicht geben die 3 ja bloß Trainingshilfe ;-) und spenden den Rest ;-))
Gibt es da nicht eine andere Regelung für Lehrwarte? Sind die 3 zum Lehrwart ausgebildet?

Aber eigentlich ist es doch egal: ich finde es lustig, bekannte Gesichter bzw. Trainingskollegen im TV zu sehen...

Ad. dancing Stars bringt nur den Tanzschulen was:
vielleicht müssen wir uns das doch etwas längerfristig ansehen. Soweit bekannt, gehen mehr Leute in die Tanzschule und mittlererweilen wurde auch festgestellt, dass die Unterklassen stärker besetzt sind. Ich glaube, dass das jene Leute sind, die eventuell durch dancingstars auf den Geschmack gekommen sind und die nach oder statt der Tanzschule mehr machen wollen.
Die Tanzschule hat doch einen Haken vorwiegend für die Mädels: dort trägt man für gewöhnlich keine so tollen strassbesetzten Kleider und die tollen Frisuren passen auch nur auf ein Turnier!


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