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Training: Standard + Latein?
Autor: Fex (80.123.145.---)
Datum: 18. Mai 2011 09:10

Liebe Leute.

Wie seht ihr das: hat es einen Sinn Standard und Latein zu trainieren, wenn man nur ein eingeschränktes Zeitpensum (4-6x Woche jeweils zwei bis drei Stunden) fürs Training hat?

Oder ist es in so einem Fall besser, sich auf eine Disziplin zu konzentrieren?

Ich habe ja gehört, dass das Training von beiden Disziplinen nicht das doppelte Trainingsausmaß bedeutet, da das Training der einen Disziplin auch etwas bei der anderen bewirken soll.

Gibt's jemanden der das so sieht? Oder anders? Oder gibt's Kombitänzer hier drin, die beschreiben können, wie ihr Trainingsablauf ist? (50% Lat, 50% Sta?)

Vielen Dank für eure Infos.

lg


Re: Training: Standard + Latein?
Autor: eindeutig (84.20.179.---)
Datum: 18. Mai 2011 14:14

Darüber sollte es eindeutig keine Diskussionen geben: Trainiert wird immer beides. Irgendwann kann man sich dann natürlich schon spezialisieren, aber sinnvollerweise erst ab dem Zeitpunkt, an dem man in der A-Klasse in beiden Disziplinen recht weit vorn dabei ist, also die freien Programme halbwegs austrainiert hat und halbwegs tanzen kann...

Davor ist es im Grunde essenziell, beides zu trainieren. Weil zuerst einmal geht für ein paar Jahre um Bewegungsschulung, also darum, seinen Körper halbwegs auszutrainieren, damit man sich bewegen kann. Da bieten Standard und Latein sehr verschiedene Konzepte an, wie man das üben und trainieren kann, deswegen macht es auch kaum Unterschied, was man jetzt wirklich trainiert (solangs beides ist winking smiley ). Entweder man ist Tänzer - oder eben nicht. Aber ein "halber" Tänzer ist mir bis heute noch nicht über den Weg gelaufen...

Abgesehen davon kann man als Österreicher über 10 Tänze international wohl mehr erreichen als in den beiden Disziplinen, zumindest legen das aktuelle Ranglisten nahe. Obs wirklich so ist: Keine Ahnung, aber über 10 Tänze scheint die Konkurrenz nicht ganz so stark zu sein.

Btw, um eine Unterstreichung für meine Worte zu haben. Schau dir mal die Vergangenheit aller Tänzer in den aktuellen WM-Finali in den beiden Disziplinen an. Du wirst nur gaaaaaanz wenige haben, die in der anderen Disziplin nicht wenigstens in unserer S-Klasse mittanzen könnten (oder es zumindest einmal konnten), typischerweise gibt es nur sehr wenige Latein-WM-Finalisten, die nicht einmal Standard getanzt haben oder aus einer Formation kommen (aber es gibt sie natürlich...).

Gerade am Anfang (bis in die A-Klasse [das A steht ja bekanntlich für "Anfänger"] etwa) spielt es kaum eine Rolle, was man wie stark trainiert. Alles zwischen 2:1 und 1:2 scheint relativ gleichbedeutend zu sein, typischerweise wird man in beiden Disziplinen ähnlich gut sein - Schwankungsbreite wohl nur eine Klasse, was - wenn man es sich genau überlegt - ja gar nicht so viel ist.

Ich selbst trainier wohl etwa 65% Standard und 35% Latein. Bis in die C-Klasse waren die Ergebnisse in beiden Disziplinen trotzdem immer ziemlich genau gleich gut (oder schlecht?), ab der B-Klasse hats dann irgendwann ein bisschen zum Streuen angefangen. Aber trotzdem immer wieder verwunderlich, mit welchen "Spezialisten" wir da locker mithalten konnten (und können), obwohl wir nur etwa ein Drittel unserer Trainingszeit Latein trainieren...

Wie gesagt - irgendwann muss die Entscheidung fallen - Standard, Latein oder Kombi - aber das ist noch immer früh genug, wenn man das in der S-Klasse entscheidet. Weil bis dahin haben Standard und Latein eh noch so viel gemein, dass es nicht wirklich eine Rolle spielt, in welcher Disziplin man diese "Grundlagen" trainiert...

Und btw: 4-6x pro Woche je 2 bis 3 Stunden ist jetzt nicht sooooo wenig. Viel mehr reines Tanzporttraining macht mMn nicht allzu viel Sinn, wenn man mehr trainieren will, sollte man eher ergänzende Sachen überlegen, wie Grundlagenausdauer-Training, Krafttraining, Gymnastik, Entspannung etc...
Im Spitzensport sind 15 Stunden Training pro Woche eigentlich die Obergrenze für das, was der Körper typischerweise sinnvoll verkraften kann. Im Tanzsport hat man natürlich nicht immer die volle Spannung, wie in anderen Sportarten, aber viel mehr als das ist natürlich trotzdem nicht sinnvoll... winking smiley

... nur mal so aus dem Nähkästchen geplaudert... und natürlich auch nur meine ganz persönliche Meinung, von der jeder halten kann, was ihm Spaß macht. winking smiley

Re: Training: Standard + Latein?
Autor: ....... (46.220.102.---)
Datum: 18. Mai 2011 18:44

ich sehe das ein bisschen anders. dass man wirklich bis zur s-klasse beides tanzt wäre natürlich toll, aber um in beiden disziplinen bis in die s zu kommen ist der zeitaufwand doch sehr groß.

mir geht es zum beispiel so, dass mein partner sehr viel arbeitet und ich studiere und arbeite nebenbei auch. deshalb haben wir nicht sooo viel zeit fürs training wie vielleicht andere paare unserer klasse. für uns hieß es also schon eine entscheidung zu treffen.

4-6 mal die woche training ist finde ich persönlich auch nicht wenig. obwohl ich nie beides trainiert habe habe ich schon von paaren die kombi tanzen erfahren, dass sie zb. 2 mal pro woche standard und 2 mal latein trainieren. das sind auch "nur" vier mal und sie sind sowohl in österreich als auch international gut unterwegs.

aber vielleicht solltest du es mal ausprobieren, wie du zeitlich damit klar kommst oder obs dir zu viel wird. versuchen kann mans ja mal.

egal wofür du dich entscheidest: viel spaß im training ;-)

Re: Training: Standard + Latein?
Autor: freedancer (85.124.211.---)
Datum: 18. Mai 2011 22:16

Wahnsinn!
Riesen Kompliment an "eindeutig".
Also ich gebe Dir ganz klar recht.

Man sollte unbedingt, solange es nur irgendwie möglich ist, beides trainieren und jede Möglichkeit nutzen, neue Bewegungserfahrungen zu sammeln.
Wenn man nicht so viel Zeit hat, dann kann man ja das Training der "Zweit"-Disziplin eher kurz halten und als eine Art Aufwärmtraining nutzen.
Wir haben das seinerzeit auch so gehandhabt und haben sehr davon profitiert.

freedancer

Re: Training: Standard + Latein?
Autor: A. (46.124.29.---)
Datum: 19. Mai 2011 20:06

Wahnsinn!
Riesen Kompliment an "eindeutig".
Also ich gebe Dir ganz klar recht.

Man sollte unbedingt, solange es nur irgendwie möglich ist, beides trainieren und jede Möglichkeit nutzen, neue Bewegungserfahrungen zu sammeln.
Wenn man nicht so viel Zeit hat, dann kann man ja das Training der "Zweit"-Disziplin eher kurz halten und als eine Art Aufwärmtraining nutzen.
Wir haben das seinerzeit auch so gehandhabt und haben sehr davon profitiert.

@FreeDancer: ich habe einfach kopiert weil ich auch so denke.


Re: Training: Standard + Latein?
Autor: Fex (80.123.145.---)
Datum: 23. Mai 2011 09:02

Danke für die Infos Leute.

Vielleicht ist es wirklich besser mal beides zu machen (; Gibt ja auch positive Beispiele, bei denen beides gut funktioniert (Skrbetz-Zerzawy, Seda-Stix, etc.)

Gibts noch Kombinierer hier drin, die ihren Trainingsalltag schildern könnten?

Trainingsschwerpunkt liegt ja zumeist doch noch auf einer Disziplin, während die andere "mitgemacht" wird... Ist das bei den Trainerstunden dann auch so? Nehmt ihr in eurer "starken" Disziplin mehr Stunden? Oder trotzdem gleich viel?

Die Thematik ist ja nicht nur der Zeitaufwand, sondern auch der erhöhte Kostenaufwand, wenn man Kombi tanzt. (Mehrere Turniere zu fahren, zweite Turnierkleidung, Trainerstunden für beide Disziplinen)

lg

Re: Training: Standard + Latein?
Autor: freedancer (213.150.1.---)
Datum: 23. Mai 2011 13:10

Wir hatten seinerzeit annähernd gleich viele Stunden genommen.
Denn unabhängig davon, wieviel man für eine Disziplin trainiert, braucht man mehr oder weniger regelmäßig zumindest eine Kontrolle durch den Trainer.

Um eine zweite Turnierbekleidung wirst Du nicht herum kommen.

Bei den Turnieren kommt es nur auf eine gscheite Planung an.
Wenn man natürlich alles tanzen will, was möglich ist, wirds natürlich auch teuer. Aber ist es wirklich notwendig und gscheit, alles zu tanzen?
Wenn man sich die Turniere so zusammen sucht, dass beide Disziplinen am selben Wochenende in der selben Gegend stattfinden, ist der Aufwand nicht wirklich viel größer.

Bei den Trainerstunden ist das so eine Sache:
Wieviele Trainerstunden sind denn notwendig?
Ich persönlich glaube ja, dass 1 Einheit pro Disziplin und Woche ausreichend sein sollten.

Schlußendlich ist es aber so, dass man das Training auch auf den Bedarf aurichtet.
Wenn grad in einer Disziplin eine Meisterschaft ansteht und in der anderen eher Ruhe ist, wird eben diese Disziplin intensiver betrieben und die andere etwas zurück gestellt. Richtig intensiv wird es nur vor einer Kombimeisterschaft.

Ergo:
Ja, klar wird es teuerer und benötigt mehr Zeitaufwand.
Aber es wird nicht doppelt so teuer und ist nicht doppelt so zeitaufwändig.

freedancer

Re: Training: Standard + Latein?
Autor: eindeutig (84.20.160.---)
Datum: 23. Mai 2011 22:37

Hmm, also ich glaub gar nicht, dass es um sooooo viel teurer wird. In Wirklichkeit zumindest. Theoretisch wirds natürlich deutlich teurer - doppelt so viel Turnierkleidung, mehr Schuhe, mehr Turniere, mehr Trainerstunden etc.

In Wirklichkeit ist es aber wohl eher wie mit der Zeit. Spezialisten wechseln ihr Kleid halt öfter, weil sie es früher nicht mehr sehen können, Kombi-Paare bleiben womöglich länger bei einem Kleidungsstück.

Turniere: Sinnvollerweise sucht man sich die Turniere heraus, bei denen man in beiden Disziplinen starten kann. Es gibt genug Spezialisten, die für eine Disziplin z.B. nach Frankfurt oder Berlin fliegen. Bei solchen Turnieren kann man aber immer doppelt starten - was keinerlei Mehrkosten bedeutet. Nur Kondi wird man möglicherweise mehr brauchen. Mein Rekord sind glaube ich 16 Runden an einem zweitägigen Turnierwochenende. Als Spezialist hat man die Möglichkeit dafür normal gar nicht.

Wenn man es richtig angeht, ist das Kombi-Tanzen pro Start sogar deutlich billiger als das Spezialistentum... winking smiley

Außerdem: Durch die Punkte, die man momentan bei den Kombi-Turnieren bekommt, kann man auch richtig Geld sparen, weil so eine Kombi-LM gleich so viele Punkte bringt wie eine Sta-LM und eine La-LM zusammen.

Trainerstunden: Naja, dort bewahrheitet sich das gleiche, was auch fürs Training allgemein gilt: Das eine zieht das andere mit. Natürlich braucht man nicht doppelt so viele Trainerstunden nehmen, man teilt sie halt höchstens anders auf.
Und mMn genügt es, wenn man gut trainert, die Trainer immer wieder mal "drüberschauen" zu lassen. Im Zweifelsfall also eher öfter mal eine halbe Stunde als einmal in der Woche eine ganze oder so... Und die Aufteilung der Trainerstunden auf Standard bzw. Latein ist deswegen auch nicht so übermäßig wichtig. Hauptsache beides halt. winking smiley


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