Datum: 01. November 2010 14:21
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Zitat von *:
Natürlich ist es wichtig, wieviele Paare in einem Club tanzen, denn mit mehr Paaren kann man Top-Trainer aus dem Ausland holen, gemeinsam zu den Turnieren fahren, in der Practise (sofern es eine gibt) ist mehr los und es entsteht ein gegenseitiger Ansporn.
Also IST es wichtig.
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Meiner Meinung nach sollte man sich doch durchaus selbst motivieren können und auch ohne Druck von außen an sich arbeiten können. So viel Selbstdisziplin müsste schon eigentlich möglich sein.
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Zitat von Gedanken:
Ich gehe jetzt ganz bewusst nicht auf die zahlreichen noch weiteren "Schuldigen" ein, auf die man mangelnden Erfolg schieben kann (Trainer, Wertungsrichter, ...), denn im Endeffekt geht es immer nur darum, vom Kampf gegen seinen eigenen Schweinehund abzulenken. Der Mensch ist im allgemeinen gerade dabei sehr erfinderisch.
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Prinzipiell ja. Nur malst du da ziemlich schwarz-weiß. Es geht primär(!) darum, an sich selbst zu arbeiten. Leider gibt es aber tatsächlich auch äußere Faktoren, die da einfließen können. Ich finde es einfach seltsam, wenn Ergebnisreihenfolgen, die sich in Österreich seit vielen Turnieren doch ziemlich genau so halten, in Deutschland einfach so ziemlich neu durchmischen, zumindest (dort dafür aber umso deutlicher) in der D- und C-Klasse. Und mir kann niemand erzählen, dass manche Paare einfach schlechter tanzen, sobald sie die deutsch-österreichische Grenze überschritten haben, und umgekehrt...
Und mir kann auch niemand erzählen, dass der Stefano mit seiner Schwester auch ein Jahr lang jedes einzelne Turnier gewonnen hätte, wie er es mit der Anna Melnikova hat. Er war zwar gut, aber so gut hätte er ohne die Anna wohl nicht werden können.
Und ich hab auch schon absolut verrückte Sachen gehört, die manche Trainer ihre Paare trainieren lassen. Nichts gegen verschiedene Trainingsmethoden, aber manche Sachen sind einfach für nix. Ich hab vor dem Tanzsport einige Zeit lang Leichtathletik gemacht, und dort auch einige Dinge gesehen (ich hatte einen sehr guten Trainer, der mich auf solche Sachen aufmerksam machen konnte): Andere Athleten, die eine Übung machen, mit der sie eine Phase des Schrittes trainieren, die im Laufen eigentlich eine Phase der Muskelentspannung ist und deswegen eigentlich nicht trainiert werden sollte.
Und im Tanzsport gibt es solche Sachen auch. Meist wird an irgendwelchen Symptomen herumgewerkelt, ohne die Ursache anzuschauen. Ein paar Wochen trainieren, und man ist schon doppelt falsch: Die Ursache des Problems ist noch immer nicht geändert (meist ein Problem in der Balance), und das Symptom ist auch so verändert, dass es nicht mehr zur restlichen Körperkoordination passt.
Da ist es mir meist lieber, ein paar "latscht nach einem Chasse über die Ferse", anstatt dass es übers Chasse drüberfällt und nachher auch noch (in vollkommen unnatürlicher Weise) über den Ballen geht. Das ist für mich nicht "richtiger" (obwohl das Symptom dem entspricht, was im Buch steht, sondern eigentlich doppelt falsch.
Das Problem ist aber für einen Anfänger, solch ein analytisches Denken und das Suchen nach den Ursachen überhaupt einmal zu lernen. Wenn man immer nur erfährt, dass das Tanzenlernen aus einem Ausbessern von Symptomen besteht, dann wird man auch nicht lernen (und vor allem ziemlich sicher nicht von selbst draufkommen), dass nur eine Änderung bei den Ursachen auch eine tatsächliche Verbesserung bewirkt.
Und genau das sollte vor allem Anfängern vermittelt werden, und genau das versäumen viele Trainer (gerade am Anfang) zu sehr.
Es kommt also durchaus (auch) auf den Trainer an.
Wie du gesagt hast, der allergrößte Teil am Erfolgreichwerden ist das Besiegen des eigenen inneren Schweinehundes.
Aber zu sagen, dass es praktisch ausschließlich darauf ankommt, ist dann doch etwas zu schwarz-weiß-gemalt.
