Re: Trennungen
Autor: schwache Staats steht bevor (80.109.54.---)
Datum: 12. August 2011 21:50
Ich muß Heinrich in fast allen Punkten zustimmen. Es bleibt leider in Österreich eine Tatsache, daß der Tanzsport in keinster Weise professionell geleitet wird. Langfristige Ziele und konsequente Pläne, diese zu ereichen, fehlen völlig und viele Entscheidungen werden nach seltsamen Kriterien getroffen - die vor kurzem erfogte Änderung der Entsendungsbestimmungen, mit der sich das Präsidium eine "wir entsenden wen wir wollen" Grundlage geschaffen hat, ist das beste Beispiel dafür. Tanzsport wird von Wertungsrichtern beurteilt, dadurch entsteht auch beim besten Willen keine 100%ige Objektivität; es wäre wünschenswert, daß der ÖTSV wenigstens die Rahmenbedingungen transparent und fair gestaltet, aber das geschieht nicht.
Für die kommende Staatsmeisterschaft (Standard) sehe ich schwarz. Campisi/Burkhardt und Santner/Jahn beide Profi, Slon/Zubrowska getrennt, Garbuzow/Menzinger verletzt... Hackl/Krauss sind das einzige verbliebene Paar im Starterfeld, das man auch als tatsächliches internationles Paar bezeichnen kann. Das gesamte restliche Starterfeld wird aus Paaren bestehen, die entweder nur in Ö und dem Grenzverkehr tanzen oder international "Erstrundenpaare" sind. Daraus wird deutlich, welches Ergebnis die Arbeit des ÖTSV der letzten Jahre gebracht hat - eine schwache Staatsmeisterschaft. Ist das wirklich das Ziel?
Was der österreichische Tanzsport braucht, sind Funktionäre mit Weitblick, Funktionäre, die das Wohl des Sports über persönliche Bekanntschaften oder Clubzugehörigkeiten stellen, Funktionäre, die für klare Regeln und vor allem für deren Einhaltung sorgen. Das aktuelle Handeln ist in vielen Punkten ein Witz und leider gerät dadurch auch der Tanzsport zu einem Witz. Wie man aber schon oft gehört hat, machen die Funktionäre alles freiwillig und nehmen das als Freibrief, sich keinerlei Kritik stellen zu müssen (davon, auf Kritik einzugehen, will ich gar nicht erst reden). Oft hat man den Eindruck, das Präsidium betreibt den ÖTSV nicht für den Sport und schon gar nicht für die Sportler, sondern für sich selbst. Harte Kritik, ja. Und nein, ich werde es nicht besser machen, aber ich habe mich auch nicht zur Wahl für das Präsidium gestellt. Und nein, ich werde nicht mit dem Tanzsport aufhören "weil mir eh nichts daran gefällt." Aber der erste Schritt, daß sich veilleicht irgendetwas verändert, ist, daß man Kritik äußert.